„Keine Ahnung“: JWA fordert Migrations-Transparenz

„Die derzeitige Massenmigration nach Südtirol ist ein fundamentaler Angriff auf die ethnokulturelle Grundlage unseres Landes“, betont Jürgen Wirth Anderlan. Dennoch befindet sich die Landesregierung weiterhin im demografischen Blindflug – wesentliche Zahlen fehlen. Deshalb forderte JWA im Landtag ein umfangreiches Migrations-Monitoring.

„Wir Südtiroler haben es verdient, zu wissen, wie viele Fremde in unser Land strömen – und das nicht nur einmal jährlich nach Schätzungen, sondern wöchentlich mit genauen Zahlen“, erklärt der Kopf der Liste JWA. „Besser wäre ein direkter Migrationsstopp und Remigration. Doch hierzu würden uns ja ‚die Kompetenzen fehlen’. Doch fehlen uns auch die Kompetenzen, zu erfragen, wie viele Ausländer mittlerweile in unserem Land leben?“

Während es für Tiere und Schädlinge detaillierte Erhebungen gebe, fehle es an verlässlichen Daten zur Migration. Antworten auf zahlreiche Landtagsanfragen hätten gezeigt, dass weder genaue Zahlen zu Religionszugehörigkeiten noch zu Rückkehrern, Organisationen oder anerkannten Flüchtlingen vorlägen. Immer wieder heiße es hierzu sinngemäß: „Keine Ahnung“.

Auch das statistische Jahrbuch könne nur begrenzt Auskunft geben. So sei unklar, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund insgesamt in Südtirol leben. Durch Einbürgerungen und Sprachgruppenerklärungen würden viele statistisch unsichtbar. Ein koordiniertes Monitoring zwischen Quästor, Caritas, ASTAT und Landesregierung sei daher nötig, um regelmäßig fundierte Informationen zu veröffentlichen und eine sachliche Debatte zu ermöglichen.

Zahlreiche Umfragen und zuletzt die aktuelle Sicherheitsstudie belegen, dass ein Großteil der Südtiroler Migration als zentrale Gefahr ansieht – gerade im Hinblick auf die eigene Sicherheit. Ein Blick in das Gefängnis mit 70 Prozent „Ausländeranteil“ bestätige dieses Bild. Doch auch hier seien eingebürgerte Ausländer nicht mehr erfasst, was dem Wunsch nach einem Migrationsmonitoring abermals Nachdruck verleihe.

Gerade die Corona-Zeit habe gezeigt, dass es technisch wie logistisch möglich sei, regelmäßig Zahlen zur aktuellen Situation zu veröffentlichen. Und die Massenmigration sei sicherlich keine geringere Gefahr für das eigene Volk – im Gegenteil. Denn während die offiziellen Stellen nur über unzureichende Daten verfügten, reiche ein Blick auf die Straßen Südtirols, um zu sehen, wohin die Reise gehe.

„Aber wenn wir schon daran scheitern, aktuelle Zahlen darüber zu veröffentlichen, wer sich in unserem Land befindet, dann kann ich euch prophezeien: Es wird in Zukunft sehr dunkel in unserer Heimat – und das liegt nicht am menschengemachten Klimawandel, sondern am menschengemachten Bevölkerungswandel.“